Zielgruppe: Büro, Chef, Marketing-Verantwortlicher
Typische Nutzung: Einmalig beim Einrichten, danach regelmäßig bei Karten-Wechsel (Sommer-/Winterkarte, Wochenmenü, Aktionen)
Aufruf: my.smorder.at → Menükarte (bzw. Menükarten)
Zweck
Die Menükarte ist das, was der Gast im Webshop, in der Smorder-App oder im Kiosk sieht. Sie wird im Büro zentral gepflegt — ähnlich einer Speisekarte — und kann zeitgesteuert veröffentlicht, mehrsprachig gepflegt und für besondere Anlässe (Feiertag, Wochenende, Tagesmenü) separat gefahren werden. Die Artikel selbst kommen aus der Kassenstammdatenpflege; im Menükarten-Bereich wird entschieden, welche davon online angeboten, wie sie präsentiert und wann sie bestellbar sind.
Ablauf
Typischer Ablauf „neue Menükarte einrichten":
- Menükarte anlegen — im Menükarten-Bereich eine neue Karte mit Namen erstellen (z. B. „Hauptkarte", „Mittagsmenü", „Sommerkarte", „Feiertagsmenü").
- Struktur aufbauen — Karte in Kategorien gliedern (z. B. „Vorspeisen", „Hauptgang", „Desserts", „Getränke"). Jede Kategorie bekommt einen Namen, ein optionales Titelbild und eine Beschreibung.
- Artikel aus der Kasse übernehmen — Pro Kategorie werden Artikel aus den Kassenstammdaten hinzugefügt. Preis, MwSt und Beilagen kommen direkt aus der Kasse; online-spezifisch ergänzt werden Bild, Kurzbeschreibung, Allergene und optional ein Aktions-Label („Neu", „Empfehlung", „Unser Tipp", „Reduziert", „Bestseller").
- Sichtbarkeit und Bestellzeiten definieren — Pro Karte und optional pro Kategorie wird eingestellt, an welchen Wochentagen und zu welchen Uhrzeiten bestellt werden darf. Zusätzlich getrennt: Vorbestellzeiten und Zustellzeiten.
- Vorschau prüfen — Über den Live-Link oder den Vorschau-Modus kontrollieren, wie die Karte im Shop erscheint.
- Karte aktivieren — Sobald alles passt, Karte scharfschalten. Ab dem Gültigkeitsbeginn ist sie im Webshop, in der App und am Kiosk verfügbar.
- Pflege im Betrieb — Preise und Artikel-Bezeichnungen laufen automatisch aus den Kassenstammdaten nach. Online-spezifische Änderungen (Bild, Text, Sichtbarkeit) passieren direkt in der Menükarte.
Einstellungen
Was das Verhalten der Menükarten steuert:
- Gültigkeit pro Karte — Start- und Enddatum für den gesamten Kartenzeitraum. Läuft die Gültigkeit ab, verschwindet die Karte automatisch.
- Bestellfenster pro Kategorie oder Artikel — Wochentage und Uhrzeiten, zu denen online bestellt werden darf. Damit lassen sich z. B. Frühstücksartikel nur bis 11:00 Uhr anzeigen oder Cocktails erst ab 17:00 Uhr.
- Vorbestellfenster (für Abholung) — Zeitraum, in dem Kunden für einen späteren Zeitpunkt vorbestellen dürfen.
- Zustellfenster (für Lieferung) — Zeiten, in denen überhaupt zugestellt wird. Siehe auch
lieferzonen-lieferzeiten.md. - Mehrsprachige Inhalte — Pro Artikel und Kategorie können Name, Beschreibung und Kurztext in mehreren Sprachen hinterlegt werden. Der Gast bekommt die Karte in seiner Browser- oder App-Sprache ausgeliefert; fehlt eine Übersetzung, greift die Hauptsprache.
- Aktions-Labels — Pro Artikel ein optionales Hervorhebungs-Label („Neu", „Empfehlung", „Reduziert", „Coming Soon", „Bestseller").
- Wochenmenüplan — Eigener Karten-Typ für wiederkehrende Tagesmenüs. Pro Kalenderwoche wird die Karte automatisch angelegt; einmal aufgebaute Wochen lassen sich für Folgewochen kopieren, die Zeitfenster werden automatisch mitgezogen.
- Artikel-Kontingent — Optionale Tagesmenge pro Artikel (z. B. „20× Tagesmenü verfügbar"). Beim Erreichen wird der Artikel automatisch als „ausverkauft" markiert.
- Zielgruppe einschränken — Karten können auf bestimmte Benutzergruppen begrenzt werden (z. B. nur für registrierte Mitarbeiter einer Firma im Betriebskantinen-Setup).
Berechtigungen
Rolle | Was sie damit machen kann |
|---|---|
Marketing / Büro | Karten anlegen, bearbeiten, Bilder und Texte pflegen, Bestellzeiten ändern, Übersetzungen einpflegen |
Chef | Alles vom Büro + Karten freigeben, Gültigkeiten setzen, Sonderkarten aktivieren, Kontingente anpassen |
Servicekraft / Kellner | Normal kein Zugriff — arbeitet mit den Ergebnissen im laufenden Betrieb |
Lokal-Administrator Advanced | Zusätzlich Log-Viewer und erweiterte Einstellungen im Menü-Bereich |
Varianten
- Hauptkarte (Dauerkarte) — Die Standard-Karte, die ganzjährig läuft. Artikel erscheinen/verschwinden über die Bestellzeiten pro Artikel.
- Saisonkarte — Eigene Karte mit fixer Gültigkeit (z. B. „Sommerkarte 01.05.–30.09."). Läuft parallel oder ersetzt die Hauptkarte im Zeitraum.
- Tages- oder Wochenmenü — Karten-Typ „Wochenmenüplan" mit pro-Tag gepflegten Gerichten. Geeignet für Gasthäuser, Kantinen und Pensionsbetriebe.
- Feiertagsmenü — Separate Karte für Weihnachten, Silvester, Muttertag, Valentinstag. Gültigkeit auf den Feiertag begrenzt, wird z. B. zwei Wochen vorher veröffentlicht und bleibt bis zum Tag aktiv.
- Wochenend-Karte — Karte nur mit Wochentagen „Sa/So", ideal für Brunch-Karten oder verlängerte Abendkarten.
- Mittagskarte — Zeitfenster 11:00–14:30, eigene Artikel oder reduzierte Auswahl der Hauptkarte.
- Betriebsinterne Karte — Auf bestimmte Benutzergruppen (Firmenkunden, Mitarbeiter) eingeschränkte Karte, z. B. für Catering oder Kantine.
- Mehrsprachige Karte — Eine Karte, mehrere Sprachen. Der Gast sieht automatisch seine Sprache, alternativ wählt er sie manuell im Webshop.
Problembehebung
- „Artikel fehlt online" → Zuerst prüfen: Ist der Artikel in der Menükarte einer aktiven Kategorie zugeordnet? Liegt die aktuelle Uhrzeit im Bestellfenster? Ist das Kontingent aufgebraucht? Ist der Artikel in der Kasse als „bonierbar" markiert?
- „Preis stimmt nicht mit der Kasse überein" → Preise kommen aus den Kassenstammdaten; nach einer Preisänderung kann es kurz dauern, bis der Webshop den neuen Wert zieht. Wenn ein anderer Preis dauerhaft bleibt, prüfen, ob online eine Sonder-Preisebene aktiv ist.
- „Neue Karte wird nicht angezeigt" → Gültigkeitsbeginn liegt in der Zukunft oder die Karte ist noch nicht aktiviert. Außerdem: Sichtbarkeit der Kategorien prüfen.
- „Wochenmenü-Anlage dauert lange" → Das Anlegen läuft nach dem Speichern einige Sekunden im Hintergrund. Seite nicht neu laden, sonst entstehen halbe Karten.
- „Bilder werden nicht scharf angezeigt" → Empfohlene Mindestgröße ist 1080 × 720 Pixel im Querformat. Sehr kleine Bilder werden hochgerechnet und wirken unscharf.
- „Mehrsprachige Texte fehlen beim Gast" → Übersetzungs-Feld leer? Dann greift die Hauptsprache. Über die Sprachauswahl in der Kartenpflege lassen sich fehlende Texte gesammelt ergänzen.
- „Ein Artikel soll nur online angeboten werden" → In der Kasse bleibt der Artikel „nicht bonierbar"; online wird er trotzdem über die Menükarte ausgeliefert, solange er in einer aktiven Kategorie steht.
Siehe auch
preorder-takeaway-delivery.md— Entscheidung, welcher Bestell-Flow für welchen Use Case passtlieferzonen-lieferzeiten.md— Zustellzonen und Zeitfenster für Lieferungwebshop-einrichtung.md— Grundsetup vor dem ersten Karten-Aufbauonline-gutschein-einloesung.md— Gutscheinverkauf und -einlösung im Webshop../myapro/artikelverwaltung.md— Pflege der Kassenartikel, die in der Menükarte landen../myapro/artikelmaske-verwalten.md— Strukturierung der Kassenartikel../myapro/stuetzungen.md— Preisstützungen und Sonderkonditionen für Benutzergruppen
