Zielgruppe: Chef, Büro
Typische Nutzung: Einmalig beim Einrichten, danach nur bei Angebots-Änderungen
Aufruf: my.smorder.at → Module → Bestellungen (Bestellkriterien) sowie Menükarte (pro Karte/Kategorie)
Zweck
Smorder kennt drei grundsätzliche Bestell-Flows, die sich im Detail deutlich unterscheiden und im Büro ganz bewusst ausgewählt werden müssen: Vor-Ort-Bestellung (Gast sitzt im Lokal, scannt den QR-Code am Tisch), Abholung/Takeaway (Gast bestellt online und holt später selbst) und Lieferung/Delivery (Bestellung wird zum Gast gebracht). Je nach Betrieb werden einer, zwei oder alle drei Flows gleichzeitig angeboten. Dieser Artikel hilft beim Entscheiden und zeigt die Stellen, an denen die Flows in Smorder konfiguriert werden.
Überblick der drei Flows
Flow | Typische Situation | Was der Gast erlebt | Was der Betrieb leistet |
|---|---|---|---|
Vor-Ort (Tischbestellung) | Gast sitzt am Tisch, scannt QR-Aufsteller | Bestellt über App/Webshop, zahlt online oder später an der Kassa | Service bringt die Bestellung zum Tisch |
Abholung / Takeaway | Gast bestellt von zuhause, holt selbst ab | Wählt Abholzeitpunkt, zahlt online oder im Lokal | Produziert rechtzeitig, übergibt am Tresen |
Lieferung / Delivery | Gast bestellt, Betrieb bringt | Gibt Lieferadresse ein, zahlt online | Disposition, Fahrer, Übergabe vor Ort |
Ablauf
Typischer Einrichtungs-Ablauf:
- Flow auswählen — Welche der drei Varianten braucht der Betrieb? Die Auswahl bestimmt alle weiteren Einstellungen. Es ist möglich, mehrere Flows parallel zu betreiben (z. B. Abholung + Lieferung).
- Bestellkriterien setzen — Pro Flow wird festgelegt: Vorbestellzeit, Mindestvorlaufzeit, Tage im Voraus, Trinkgeld zulassen, Notizfeld erlauben, Mindestbestellwert.
- Menükarte zuweisen — Pro Artikel/Kategorie wird gesteuert, ob er für Vor-Ort, Abholung und/oder Lieferung bestellbar ist. Siehe
menuekarten-management.md. - Workflow für die Kasse definieren — Wohin geht die Bestellung nach der Bestellannahme? Direkt in die Küche (Bestellmanager, TPS-Quick), oder erst mit manueller Freigabe („Warten auf Annahme")?
- Identifikation des Gastes — Pager, Abholname oder Bestellnummer? Pro Flow einstellbar. Bei Abholung hat sich der Abholname bewährt, im Kiosk-SB-Betrieb der Pager.
- Zahlungsmittel freigeben — Karte, PayPal und/oder Barzahlung an der Kassa. Online-Zahlungsmittel kommen über Stripe und PayPal (siehe
stripe-paypal-zahlung.md). - Ausgabe- und Lieferkanal — Bei Abholung: Sammelbestellbon, Bestelldrucker, Küchenmonitor. Bei Lieferung: Lieferzone definieren, Fahrer-Workflow setzen (siehe
lieferzonen-lieferzeiten.md). - Kommunikation mit dem Gast — Bestell-Bestätigung per E-Mail, Statusmeldungen („Angenommen", „In Zubereitung", „Abholbereit", „Abgeholt") in der Smorder-App oder im Webshop.
Einstellungen
Zentrale Stellschrauben im Smorder-Backoffice:
- Flow-Freigabe pro Lokal —
Module → Bestellungenbzw.Allgemein → Services. Pro Lokal wird aktiviert, welche Flows angeboten werden. - Vorbestellzeit und Abholzeit —
Module → Bestellungen → Bestellkriterien. Frühestens/Spätestens und Granularität der Zeitfenster (5 min, 15 min, 30 min). - Tage im Voraus — Wie weit darf der Gast in die Zukunft bestellen (0 = nur heute, 7 = bis zu einer Woche).
- Mindestbestellwert und Zuschläge — Pro Flow eigene Werte. Typisch: Lieferung hat Mindestbestellwert + Lieferpauschale; Abholung meist nicht.
- Trinkgeld online — Pro Flow aktivierbar. Standard: bei Lieferung und Abholung ja, am Tisch meist nein (dort läuft das Trinkgeld klassisch beim Service).
- Gastidentifikation — Pager / Abholname / Bestellnummer (siehe Varianten unten).
- Sammelbestellbon — Alle Artikel einer Online-Bestellung landen auf einem einzigen Bon. Praktisch, wenn Küche und Bar gemeinsam zusammenstellen.
- Workflow in der Kasse —
App → Workflows. Beispiele: „TPS Quick" für direkte Weiterleitung an die Kassa, „Abholbereit/Abgeholt" mit Waiter-UI für manuelle Statusänderungen, „Bestellmanager" für Küchenmonitor. - Ausgabekanal —
Modul → Bestellungen → Ausgabe. Kunden-Bon, Küchen-Bon, Barbereich, Pager. - Kundenregistrierung — Gastbestellung (nur E-Mail) oder registrierter Account. Registrierte Accounts können wiederkehrende Bestellungen und Lieblingsartikel speichern.
Berechtigungen
Rolle | Was sie damit machen kann |
|---|---|
Chef | Alle Flows aktivieren, Mindestbestellwerte und Vorlaufzeiten festlegen, Workflows ändern |
Büro | Laufende Pflege: Bestellkriterien, Ausgabekanäle, Zahlungsmittel, Sammelbestellbon |
Marketing | Aktionen und Gutscheine pro Flow, Texte in Bestellbestätigungen |
Servicekraft / Kellner | Im Waiter-UI Statusänderungen („Abholbereit"/„Abgeholt"), sonst kein Zugriff aufs Setup |
Varianten
- Vor-Ort mit QR-Tischaufsteller (Tischbestellung) — Gast scannt QR am Tisch, bestellt über App oder Web, Service bringt raus. Zahlung entweder online oder am Tisch bei der Service-Kraft. Typisch für Gastronomie mit Bedienung.
- Vor-Ort mit Kiosk (Self-Order-Terminal) — Gast bestellt am Kiosk-Terminal, der Flow ist technisch wie Abholung am Tresen, läuft aber im Lokal. Typisch für QSR (Quick Service Restaurants), Systemgastronomie.
- Abholung mit Abholzeit-Auswahl (Pre-Order) — Gast wählt konkreten Abholzeitpunkt, Küche produziert rechtzeitig. Beste Planbarkeit für Konditoreien, Bäckereien, Pizzerien.
- Abholung „so schnell wie möglich" — Kein fixer Zeitpunkt, Küche startet sofort. Geeignet für kleine Betriebe mit schnellem Durchsatz.
- Lieferung mit fester Zeitfenster-Wahl — Gast wählt ein Lieferfenster (z. B. 18:00–18:30). Setzt saubere Lieferzonen und Fahrer-Planung voraus.
- Lieferung ASAP — Bestellt wird, sobald die Küche Kapazität hat. Erfordert Live-Steuerung durch das Service-Team.
- Veranstaltungs-/Catering-Bestellung — Vorbestellung mit mehreren Tagen Vorlauf und hohem Mindestbestellwert. Eigener Flow mit langer Vorlaufzeit, häufig kombiniert mit Rechnungsstellung.
- Wochenmenü / Kantine — Registrierte Benutzergruppen bestellen für kommende Tage, pro Tag mit Stornofrist. Kombiniert mit
../myapro/stuetzungen.mdfür Mitarbeitervergünstigungen. - Externe Lieferportale (Lieferando, MJAM, Wolt, Foodora) — Eigener Flow, die Bestellung kommt vom Portal in die Kasse. Setup separat, siehe Hinweis unten.
Abgrenzung zu Lieferplattformen
Externe Lieferportale (Lieferando, MJAM, Wolt, Foodora) laufen nicht über den Smorder-Webshop, sondern sind separate Schnittstellen. Die Bestellung kommt vom Portal automatisch in die Kassa, wird aber mit eigenen Tischen, Zahlungsmitteln und Artikelnummern geführt. Wenn der Betrieb beides parallel anbietet (eigener Smorder-Shop plus Drittportale), lohnt sich ein eigener Workflow-Tisch pro Portal für saubere Auswertungen.
Problembehebung
- „Abholzeit-Fenster werden nicht angeboten" → Vorbestellzeiten in den Bestellkriterien geprüft? Bestellzeiten der Menükarte/Kategorie decken das Fenster ab? Feiertag blockiert?
- „Online-Bestellung kommt nicht in der Kasse an" → Workflow und Online-Tisch richtig verknüpft? Online-Kellner angelegt? Service „Smorder + OrderService" läuft?
- „Trinkgeld-Feld fehlt" → Pro Flow deaktiviert? Oder Kassen-Zahlungsmittel hat kein Trinkgeld-Flag?
- „Mindestbestellwert wird nicht gezogen" → Gilt pro Flow. Wurde er für den falschen Flow gesetzt? Lieferzone überschreibt den globalen Wert.
- „Gast sieht keinen Lieferschein" → Adresse außerhalb der definierten Lieferzonen. Siehe
lieferzonen-lieferzeiten.md. - „Bestellmanager zeigt Abholungen und Tischbestellungen vermischt" → Sortier- und Gruppierungsregeln im Bestellmanager-Verhalten anpassen, damit Abholungen eigene Spalte bekommen.
Siehe auch
menuekarten-management.md— Pro Artikel festlegen, welche Flows er unterstütztlieferzonen-lieferzeiten.md— Zonen, Zeitfenster und Zuschläge für Lieferungstripe-paypal-zahlung.md— Online-Zahlung für Abholung und Lieferungonline-gutschein-einloesung.md— Gutschein beim Online-Checkout einlösenwebshop-einrichtung.md— Grundsetup des Lokals, bevor Flows konfiguriert werden../bestellmanager/— Küchenmonitor und Bestell-Workflow an der Ausgabe../kiosk/— Self-Order am Kiosk-Terminal (Vor-Ort-Variante)
